Vitiligo (Weißfleckenkrankheit)
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Vitiligo - Neue Chancen für die Weißfleckenkrankheit Aktuelle Übersicht zu Therapiemöglichkeiten DermAllegra - Vitiligo-Zentrum Pommelsbrunn/Hohenstadt, Nürnberger Land Die Vitiligo (Weißfleckenkrankheit) ist eine seit dem Altertum bekannte Hauterkrankung mit Pigmentverlust in der Haut und Schleimhaut. Bei den Betroffenen enstehen weiße Flecken. Die Häufigkeit in der Weltpopulation wird mit etwa 1-2% geschätzt. Die Krankheit kann in jedem Alter unabhängig von Geschlecht und Hautfarbe beginnen. In etwa 50% der Fälle tritt die Erkrankung vor dem 20. Lebensjahr auf. Die Rolle der Vererbung der Erkrankung ist noch nicht endgültig geklärt. Jedoch ist eine familiäre Belastung relativ häufig (bis etwa 30% der Fälle). Entstehung Das Pigment Melanin, das der Haut die natürliche Farbe gibt, wird bei der Vitiligo nicht mehr produziert. Daraufhin entwickeln sich scharf begrenzte weiße Flecken auf der Haut, die nach Sonnenkontakt besonders auffallen, da sich durch die Sonne die gesunden Hautareale bräunen (pigmentieren) und die befallenen Stellen weiß (depigmentiert) bleiben. Die Erkrankung wird psychisch sehr belastend empfunden; häufig werden die Betroffenen von anderen Menschen auf ihre "Flecken" angesprochen, oder die Patienten vermuten, dass die "Umgebung" die weißen Flecken wahrnimmt. Hinsichtlich der Entstehung der Erkrankung bestehen grundsätzlich 4 Theorien:
Heute gilt eine fehlgeleitete Immunreaktion (Autoimmunhypothese) für die Entstehung der Vitiligo als sehr wahrscheinlich. Es kommt im Körper zur Bildung körpereigener Antikörper gegen die Pigmentzellen. Diese werden dadurch zerstört. Bei vielen Patienten weist man auch andere Autoantikörper (z.B. gegen Schilddrüsengewebe) nach. Die genaue Ursache der Bildung von Autoantikörpern ist bis heute unklar. Möglicherweise spielen unter anderem Infektionen dabei eine wichtige Rolle. Für die Entstehung der Vitiligo könnte auch eine Fehlfunktion des Stoffwechsels (Selbstzerstörungshypothese) verantwortlich sein. Dabei besteht ein Ungleichgewicht von bestimmten Enzymen in den Pigmentzellen und "Abfallstoffen" der Pigmentbildung mit der Folge der Selbstzerstörung der Pigmentzellen. Schließlich wird eine nervliche Ursache (Neuralhypothese) in Form einer derzeit nicht näher bezeichneten Substanz diskutiert, die von den Hautnerven abgegeben wird und die Pigmentzellen zerstört. Oxidativer Stress: Der Zusammenbruch der Schutzsysteme gegen oxidativen Stress spielt auch bei der Entstehung der Vitiligo eine Rolle. Z.B. die Konzentration des reaktiven Sauerstoffmoleküls Wasserstoffperoxid (H2O2) steigt, die Menge des antioxidativen Enzyms Katalase sinkt. Psychische Belastung und Stress können auch das Auftreten und Fortschreiten der Erkrankung beschleunigen. Auch Hautverletzungen sind als Auslöser bekannt. Bestimmte Herz-/Blutdruck-Medikamente (z.B. Beta-Blocker und Calcium-Antagonisten) können als Provokationsfaktoren bei Vitiligo in Betracht kommen. Außerdem gibt es zahlreiche Erkrankungen der inneren Organe oder Systemerkrankungen, bei denen die Vitiligo gleichzeitig vorkommen kann. Einige Beispiele: Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), perniziöse Anämie (Blutmangel bei atrophischer Gastritis), Morbus Addison (eine Nebennierenrindenunterfunktion-bedingte hormonelle Erkrankung mit Überpigmentierung, eine Vitiligo kann dieser Erkrankung vorausgehen), Polyglanduläres Autoimmunsyndrom (immunvermittelte Zerstörung hormoneller Gewebe: es bestehen z.B. eine Nebennierenrindenunterfunktion, eine Zuckerkrankheit und eine Schilddrüsenimmunkrankheit, ebenfalls gehäuft ist das Vorkommen einer Nebenschilddrüsenunterfunktion und einer Hefepilzbesiedlung zusammen mit verschiedenen Autoimmunkrankheiten, eine Vitiligo kann als eine Krankheitskomponente dieses Syndroms vorkommen). Klinisches Bild der Vitiligo Häufig treten die weißen Flecken an Handrücken, Fingerrücken, Ellenbogen, Kniestreckseiten, Augenlidern und im Mundbereich symmetrisch auf. Außerdem kann jede Körperregion befallen werden (z.B. auch Fußrücken, Achselhöhlen, Leisten, Genitalbereich und Brustwarzen). An den befallenen Stellen können sich die Haare weiß verfärben. Selten kann eine Vitiligo auf einzelne Areale beschränkt bleiben.
DiagnosestellungDie Diagnose wird anhand des klinischen Bildes und mit einer Wood-Lampen-Untersuchung gestellt. Ggf. kann eine Hautbiopsie hilfreich sein. Folgende Therapien haben sich in den letzten Jahren besonders bewährt
Für eine erfolgreiche Therapie ist ein effektives Vitiligo-Management die Voraussetzung. Darüber hinaus kann die Mitgliedschaft in einer Vitiligo-Selbsthilfegruppe sehr hilfreich sein.
Dr. (Univ. Istanbul) Raul Yaguboglu Prof. Dr. med. Ulrich Amon Dermatologen DermAllegra Praxis für Hauterkrankungen, Allergien, Ernährungsmedizin, Lasertherapie & Ästhetik Am Markgrafenpark 6 91224 Pommelsbrunn/Hohenstadt (Nürnberger Land) Telefon: +49(0)9154 - 91 40 56 Telefax: +49(0)9154 - 91 40 58 E-Mail: info@dermallegra.de Internet: www.dermallegra.de © 2010 DermAllegra |
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